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Portrait |
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Fläche: 113,4 km²; Höhe ü.NN: 138 - 418 m
Als Tor zum Solling ist Uslar von einem der größten geschlossenen Waldgebiete unseres Landes umgeben:
dem Naturpark Solling-Vogler,
mitten im Weserbergland.
Der Naturpark gilt zu Recht als mustergültiges Naherholungsgebiet. Immerhin sind fünf Uslarer Ortsteile als Erholungsorte staatlich anerkannt. Wegen des gesunden Klimas und der herrlichen Landschaft kommen jedes Jahr viele Urlauber und Tagesgäste – auch von weit her – ins Uslarer Land.
Historisches Rathaus (1476)
Ihr erster Weg führt sie in die gute Stube von Uslar, die historische Altstadt. Zentraler Blickfang ist das 1476 erbaute Rathaus, dessen Fachwerkbau ein kupfer-bedeckter Uhrturm krönt. Noch älter ist die St. Johannis-Kirche mit ihrem gotischen Chor von 1428 nach einem Entwurf des (in Uslar geborenen) königlichen Oberhofbaumeisters G.L.F.Laves.
Die Stadt und ihre Bürger tun etwas dafür, dass man sich in Uslar wohl fühlt: Ein Beispiel ist die verkehrs-beruhigte Innenstadt, die den Einkaufsbummel noch attraktiver macht. Dass sich die Stadtmitte von Uslar heute mit ihrem schönsten Gesicht zeigt, ist einem umfangreichen Sanierungsprogramm zu verdanken. Viele der in früheren Jahrhunderten errichteten Gebäude konnten vor dem Zahn der Zeit gerettet werden. So ist eine prächtige Fassade nach der anderen wieder zum Vorschein gekommen, sehenswert sind das Hotel Menzhausen (1576) und das Museum, ein ehemaliger Sattelhof von 1677.
Der Naturpark und die bezaubernden Städte und Landschaften des Weser-berglandes liegen quasi vor der Haustür. Am besten lässt sich die Landschaft per pedes oder mit dem Fahrrad erkunden. Ein gut ausgebautes Wegenetz für Biker und Wanderer erleichtert die Orientierung. Dass die Tourismus-Branche bei so viel herrlicher Natur rundherum einen hohen Stellenwert hat, kann der Gast überall spüren. Mit dem Schmetterlingspark Alaris, Campingplätzen, NaturErlebnispfaden, Reiterhöfen, einem Freizeitsee und etlichem mehr wird das Urlaubserlebnis perfekt.
Doch nicht nur für den Tourismus bietet das Uslarer Land optimale Voraussetzungen. Schon wegen der günstigen Lage mitten in Deutschland finden sich hier die unter-schiedlichsten Industriebetriebe. Auf eine lange Tradition können Unternehmen zurückblicken, die auf die Rohstoffe Holz, Wasser und Sand angewiesen sind. In den letzten Jahrzehnten haben sich Metall- und Textilindustrie, Motorenbau und Umwelttechnik ebenso wie soziale Dienstleistungen zusätzlich entwickelt. Komplett erschlossene Industrieflächen stehen zur Ansiedlung weiterer Firmen bereit.
Der hohe Wohn- und Freizeitwert spiegelt sich daneben auch in neuen attraktiven Baugebieten wider.
Alle umliegenden Städte wie Göttingen, Northeim, Einbeck, Hann. Münden, Höxter oder Holzminden sind etwa gleich weit entfernt und mit dem Auto in einer halben Stunde zu erreichen. Nach Kassel und Hannover kommt man in 60 bzw. 80 Minuten.
Kurzer geschichtlicher Abriss:
Uslar liegt im uralten Siedlungsgebiet des Ahletals. Die erste urkundliche Erwähnung als husleri führt 2006 zu einem besonderen Jubiläumsjahr. Bereits im Mittelalter wuchs Uslar zu einer Stadt mit mehr als 1000 Einwohnern. Nach mehrfachen Wechseln der Lehns- herren beanspruchte Herzog Albrecht I. von Braunschweig im Zuge kriegerischer Aus-einandersetzungen Uslar für sich, das dann bis 1866 zu den Welfen gehörte.
Eingang zum Schlossgarten
Herzog Erich II. ließ 1559 bis 1565 das Schloss Freudenthal errichten, die Perle der Weser- renaissance, das aber schon 1612 durch Blitzschlag zerstört wurde. Die Reste im heutigen Schlossgarten lassen Größe und Ausführung dieses prachtvollen Baues nur erahnen.
Der Dreißigjährige und hundert Jahre später der Siebenjährige Krieg führten dazu, dass die Bevölkerungszahl auf 400 sank, der bürgerliche Wohlstand schwand und der Ort seine Bedeutung verlor. Erst durch den Anschluss an das Eisenbahn-netz im letzten Jahrhundert entwickelte sich das Ackerbürgerstädtchen zu einem ländlichen Zentrum mit bis zu 7500 Einwohnern. Bis 1932 war Uslar Sitz eines selbständigen Landkreises. Durch die niedersächsische Gebietsreform wurde Uslar am 1.3.1974 mit seinen 17 Umlandgemeinden zur neuen Stadt mit etwa 16.000 Bewohnern vereint. |
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