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Schloss Freudenthal neu belebt
Bei dem Vorhaben handelte es sich um eine pandemiebedingte Anpassung des Schlossparkes als vielfältig nutzbare Grünanlage für die Gesundheit der urbanen Gesellschaft und den Tourismus.
Dieses Projekt wurde im Jahr 2023 gefördert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie. Die Bewilligung dieses Projektes erfolgte nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von kurzfristigen Maßnahmen gegen die Folgen der Corona-Pandemie in Innenstädten (Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt).
Mit der neuen Nutzungsform des innerstädtischen, historisch bedeutenden Areals der alten Schlossruine erhielt die Innenstadt im Jahr 2023 eine deutliche Attraktivitätssteigerung als touristischen Destination. Die investive Maßnahme wertete den Schlosspark als multifunktional angelegten Ort mit hoher Aufenthaltsqualität auf.
Dieses Projekt ist eine direkte Umsetzung einer der geforderten Maßnahmen des Masterplanes.
Die Stadt Uslar sieht sich in der glücklichen Lage, die Erneuerung und Attraktivierung des Schlossparkes mit Hilfe von EU-Mitteln, den sogenannten Corona-Sofort-Hilfen aus dem Förderprogramm "Perspektive Innenstadt" des Landes Niedersachsen nun sehr zeitnah umsetzen zu können.
Mit dem Masterplan wurde die strategische Ausrichtung der Innenstadt Uslars definiert als "multifunktionaler Ort für Bürger und Besucher."
Die Planungen zur Umgestaltung des Schlossparks nehmen diese strategische Ausrichtung auf, in dem
- die historische Altstadt aufgewertet wird,
- der Schlosspark dann wieder mehr Kultur und Tourismus fördert,
- der Schlosspark als öffentliche Grünfläche einen Ort in der Natur zum Erleben und Entdecken bietet,
- Tagen und Entspannung in der Altstadt attraktieriert wird,
- der Schlosspark als städtischer Lebensmittelpunkt für Jung und Alt angeboten wird und
- die Aufenthaltsqualtität in der Altstadt und Verweildauer sich deutlich durch diese Baumßnahme erhöht.
© WikipediaMit Fingerkuppen das Schloss Freudenthal erkunden. Bedeutende Uslarer Stadtgeschichte ertasten. Wenn blinde Mitbürger zum ersten Mal das Bronzemodell befühlen, so ist es für sie eine ganz neue Erfahrung. Für die Stadt Uslar entwickelte Bildhauer Egbert Broerken Modell des Schlosses Freudenthal, eine Vorlage für die spätere eine Bronzeskulptur, die das ehemals größte Renaissanceschloss Mittedeutschlands maßstabgetreu zeigt.
So können Sehbehinderte im wahrsten Sinne des Wortes Stadtgeschichte ertasten, erfahren, begreifen. Tasten ist hier kein Notbehelf, es hat eine eigene Erkenntnisqualität. Insofern ist es nicht nur ein künstlerischer, sondern auch ein menschlicher Beitrag zur Integration behinderter Mitbürger. Die bronzene Schlossskulptur gibt aber nicht nur den blinden Mitbürgern die Möglichkeit dreidimensionale architektonische, geschichtliche oder touristische Erfahrungen zu machen. Auch in der sehenden Bevölkerung stoßen die Miniatur-Ansichten auf große Resonanz. Eröffnen sich doch durch den ungewöhnlichen Blickwinkel ganz neue Perspektiven auf die Heimatstadt. Von oben erschließen sich bauliche Strukturen einfacher und werden für den Betrachter sinnlich nachvollziehbar.
| Frau S. Möhlenhoff | |
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