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Sehenswürdigkeiten
Altes Rathaus
Das Rathaus wurde im Jahr 1476 erbaut und diente ursprünglich als „Kaufhaus“. Vor dem Rathaus befindet sich eine Säule mit dem „Braunschweiger Löwen“, der in seinen Pranken das Uslarer Wappen von 1744 hält. Eine komplette Sanierung erfolgte in den Jahren 2002 bis 2006. Im Gewölbekeller befindet sich heute ein Trauzimmer. Führungen für Gruppen nach Terminabsprache möglich.
Altes Brauhaus
Im Jahr 1868 erfolgte an dieser Stelle die Gründung der Privatbrauerei Haffner.
Viele Jahrhunderte lang war das Bier nicht nur das wichtigste Alltagsgetränk der
Sollinger, sondern auch ein Grundnahrungsmittel. 1887 zog die Brauerei Haffner an den Ortsrand in die Rosenstraße. Aus diesem Unternehmen ging die heutige Privatbrauerei BERGBRÄU hervor.
Das Baujahr dieses Fachwerkgebäudes kann nicht genau ermittelt werden. Es ist jedoch des 17. Jh. als wahrscheinlich anzunehmen.
Bis 1979 war das Gebäude dem Amtsgericht zugehörig und wurde als Richterwohnhaus genutzt. Mit der Auflösung des Amtgerichtes Uslar veräußerte die Niedersächsische Justiz-Verwaltung das Haus in private Hand.
Erbaut im Jahr 1887 auf dem ehemaligen Ostflügel des Schlosses Freudenthal.
In den Jahren 1953/1954 erhielt das Gebäude einen Anbau. Zugleich wurde der Eingang in den Erweiterungsbau verlegt.
Das Amtsgericht Uslar wurde zum 1. April 1974 aufgelöst.
Der Schlosspark Freudenthal ist über die Lavesbrücke nach der Konstruktion des großen Baumeisters und berühmten Sohnes der Stadt Uslar Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) zu erreichen. Laves wurde als Sohn des Pastors in Uslar geboren. Später war er als Stadtplaner in Hannover tätig. Berühmt wurde er vor allem durch die Erfindung des sogenannten "Lavesbalken".
Dabei handelt es sich um einen Linsen- oder Fischbauchträger, mit dem sich auch große Weiten ohne Stützen überspannen lassen. Dieses Prinzip ist vor allem im Brückenbau sehr verbreitet, sodass sich die Stadt Uslar im Jahr 2020 entschloss, den Zugang zum Schlosspark ebenfalls mit einer Fußgängerbrücke im Stil eines Lavesbalkens zu gestalten. Sie soll gleichzeitig an den berühmten Sohn der Stadt erinnern.
Turm teilweise romanisch - Chor vom 1428 (Gründungs-Inschrift am nördlichen Pfeiler). Kirchenfenster und Altar aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Kirchenschiff nach Plänen des späteren (1841-1844) Oberhofbaudirektors G. L. F. Laves, der am 17.12.1788 in Uslar geboren wurde. Besichtigung des
Kircheninneren möglich. (Mo. bis Freitag von 10 bis 14.30 Uhr)
Altes Brau- und Backhaus
Das frühere Stadtarchiv steht über einem Gewölbekeller des Schlosses
Freudenthal. Vermutlich errichtete man schon kurz nach dem Brand des
Schlosses im Jahr 1612 dieses Fachwerkgebäude auf den Resten der
Schlossmauer. Ab 1845 diente das Haus als Gefängnis. Im weiteren Verlauf der Geschichte wurde es als Wohnhaus genutzt, bis schließlich dort das Stadtarchiv einzog und es bis Frühjahr 2025 nutzte. Zurzeit steht es leer. Die ehemalige Schlossküche im Gewölbekeller wird bei Stadtführungen mit Erich II. gezeigt.
1559 wurde Schloss Freudenthal von Erich II., Herzog von Braunschweig und Lüneburg, als vierflügelige, dreigeschossige, von einem Wassergraben umgebene Anlage mit vier Ecktürmen im Stil der Weserrenaissance
durch niederländische Baumeister errichtet.
Der Herzog wollte hier einen prunkvollen Bau anstelle der 1553 abgerissenen Burg, dem Stammsitz des Geschlechts derer von Uslar, entstehen lassen.
Schloss Freudenthal zählt zu den ältesten und größten Anlagen der Weserrenaissance. Schon 1612 wurde der wohl nicht zu Ende geführte Bau durch Blitzschlag zerstört und später als Steinbruch benutzt.
Ein Tastmodell zeigt das ehemalige Schloss Freudenthal.
Lavespark
Der Platz neben der St. Johannis-Kirche wurde über Jahrhunderte von einem mächtigen Fachwerkbau dominiert, dem Burgmannenhof der Familie von Wintzigerode. Er war neben dem heutigen Museum und dem Götzenhof einer von drei sogenannten Sattelhöfen.
Anfang der 1970er Jahre entstand auf dem Gelände ein kleiner innerstädtischer Park nach dem Geschmack der Zeit. Waschbeton und roter Asphalt dominierten. Mit der Zeit verlor der Park seinen Chic, und der Waschbeton begann zu bröckeln.
Im Jahr 2023 erfolgte eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme. Zentrales Element ist der Wasserlauf, der mit natürlichem Druck aus dem Mühlengraben gespeist wird. Das gelbliche Pflaster mit den eingestreuten roten Steinen soll die Fassade der Kirche spiegeln.
Zehnt- und Amtsscheune
Die Scheune wurde im Jahr 1750 errichtet. Die Größe von 15 x 30 Meter lässt auf große Mengen von abzuliefernden Feldfrüchten schließen. Die amtsuntertänigen Bauern hatten den zehnten Teil ihrer Ernte dem Amtmann
zu übergeben. Die im Ort ansässigen Zehntsammler hatten dafür zu sorgen, dass das Sammelgut in der Zehntscheune gestapelt wurde.
Um das Eingangstor der Scheune sind drei Löwenköpfe eingefügt worden, die ursprünglich an verschiedenen Stellen im Schloss Freudenthal angebracht waren. Die Scheune ist wie die St. Johanneskirche aus Buntsandstein errichtet worden.
Museum, der historische Sattelhof
präsentiert auf ca. 1000 qm die Geschichte der Region. Mehrere onderausstellungen im Jahr beschäftigen sich mit Themen aus der Historie,
der Ökologie und dem Bereich Kunst.
Laut der goldenen Jahreszahl im Giebel, ist das Hauptgebäude des Museumsquartiers im Jahr 1677 errichtet worden.
Im 18. Jahrhundert ging das herrschaftliche Anwesen in den Besitz der Familie von Hattorf über.
Im Jahr 1830 kaufte die Stadt Uslar das Gebäude, um es als Lehrerwohnhaus zu nutzen. Diese Schule existierte dort bis 1890.
In den folgenden Jahren nutzten Uslarer Lehrer das Gebäude erneut als Wohnhaus. Von 1928 bis 1965 war die Realschule in dem Haus untergebracht.
Seit 1966 befindet sich das Museum in dem historischen Ensemble, das die Stadt Uslar, mit Hilfe von Mitteln der Stadtsanierung, zwischen 2002 und 2014 in zwei Bauabschnitten umfangreich saniert hat.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag 15 bis 17 Uhr
Freitag 10 bis 12 Uhr
Samstag + Sonntag 15 bis 17 Uhr
Der Götzenhof ist nach der Familie Götz von Olenhusen benannt worden.
Sie waren Burgmannen und für die Ländereien des Herzogs verantwortlich.
Da die Bewirtschaftung der verstreuten Ländereien immer schwieriger wurde,
ließ der Burgherr auf dem Burggelände drei Sattelhöfe bauen (das spätere Landratsamt, die alte Schule (Museum) und den Götzenhof).
Stadtmauer
Die erste Erwähnung einer Stadtmauer datiert aus dem Jahre 1423. Im Süden, Osten und Norden besaß die Stadtmauer Tore, die nachts geschlossen wurden. Im Westen grenzte die Stadt an ein großes Feuchtgebiet.
Die städtischen Gilden hatten bestimmte Abschnitte der Stadtmauer instand zu halten und im Kriegsfall zu verteidigen.
Historischer Bauerngarten
Die typischen Gestaltungsmerkmale alter Bauerngärten werden hier sichtbar. Die Beete sind in geometrische Formen eingeteilt. Vier große quadratische Beete, die durch kleinere untergeordnete Wegführungen unterteilt worden sind. Auf natürliche Baumaterialien wurde großen Wert gelegt.
Spellerbergsches Haus
Das Fachwerk prägt das Gesicht der Altstadt. Die Lange Straße war früher von Handwerkern, Kaufleuten und Ackerbürgern bewohnt. Im Erdgeschoss der Häuser befinden sich bis heute die Läden der Geschäftsleute. Deshalb
lohnt es sich, den Blick auf die oberen Stockwerke zu richten, die vielfach im
Original erhalten sind Balkeninschriften tragen.
Das dreigeschossige Haus wurde 1629 erbaut. Inschrift: „Will tu richten mich vndt die Meinen so besiehe zuvor Dich vndt die Deinen komb darnach wieder zu mihr so will ich Antwordt geben dihr.“
Spenneweih-Brunnen
An die Tradition der Spenneweih erinnert seit dem 1000-jährigen Stadtjubiläum 2006 der Brunnen. Die Uslarer Spenneweih ist ein über 660 Jahre alter Brauch. Er basiert auf zwei Stiftungen aus den Jahren 1342 sowie 1398, die von wohlhabenden Adligen zugunsten armer Leute gegeben wurden. Das
traditionelle Fest findet immer am Sonntag zwei Wochen vor Ostern statt.
Hotel Menzhausen
Das Haus wurde für den Braunschweiger Jägermeister Jakob Fischer 1676 erbaut. Im Jahre 1809 eröffnete Jean Bussilliat in diesem Prachtbau am Marktplatz die „Raths-Kellerwirtschaft“.
Diese „Logis- und Ausspannwirtschaft“ übernahm im Jahr 1910 August Menzhausen. Das Hotel Menzhausen war in den 1920er Jahren eine einfache Gaststätte, die sich jedoch mehr und mehr zu einer Institution der Kleinstadt entwickelte. Unter seinem Enkel Fritz Körber, der 1960 das Haus übernahm, entwickelte sich der Gasthof zu einem modernen Hotel. Ein großzügig gestalteter Neubau, das „Mauerschlösschen“ an der historischen Stadtmauer, ergänzt seit 1990 das Hotel an der Langen Straße.
Seit 2015 wird hier umweltfreundlich Energie gewonnen. Neben dem Rathaus hat bis zum Jahr 1972 die Wickesche Mühle gestanden.
Der Riesenkopf soll an die Geschichte "Der Fiedler in der Wolfsgrube" erinnern, die zu den Sagen und Märchen aus dem Solling und dem Wesertal gehören.
Demnach wollte man einst in Uslar einen Riesen ums Leben bringen und man beauftragte ihn deshalb damit, einen Brunnen in der Tiefe zu reinigen. Als er unten im Brunnen arbeitete, warf man ihm dicke Steine auf den Kopf. Da rief der Riese hinauf, man möge doch die Hühner, die da am Rande des Brunnens kratzten, wegjagen. Der Staub käme ihm davon ins Gesicht. Daraufhin ließen die Leute eine große Glocke kommen und auf ihn niederfallen. Da rief der Riese vergnügt: "Jetzt habe ich meines Großvaters Hütlein auf, nun mögen die Hühner dort oben nur kratzen".
Abgeschrägte Häuser am Lavesplatz
Im Jahr 1819 legte ein Feuer große Teile der Stadt in Schutt und Asche. Der in Uslar geborene hannoversche Oberhofbaudirektor G. L. F. Laves schlug vor, die Straßen zu verbreitern und Feuergassen anzulegen, damit das Feuer bei künftigen Bränden nicht so leicht überspringen konnte.
Außerdem plädierte er für die abgeschrägten Häuser am heutigen, nach ihm benannten Lavesplatz.
Georg Ludwig Friedrich Laves
Laves wurde am 17. Dezember 1788 als Sohn des Pastors in Uslar geboren. Wo
sein Geburtshaus stand, ist nicht sicher. Den Neubau des heutigen Pfarrhauses
erlebte Laves als 11-jähriger Junge und entdeckte hier sein Interesse für das
Bauwesen.
Berühmt geworden ist Laves vor allem für die Erfindung des "Lavesbalken".
Dabei handelt es sich um einen Linsen- oder Fischbauchträger, mit dem sich
große Weiten ohne Stützen überspannen lassen.
Er starb am 30. April 1864 in Hannover.







